FAQ Photovoltaik-Anlage

Was ist eine Photovoltaik-Anlage?

Der Begriff „Photovoltaik“ setzt sich zusammen aus dem Wort „Photo“ (griechisch Phos“), welches übersetzt Licht bedeutet und dem Wort „Voltaik“. Dieses wird mit dem italienischen Physiker Allessandro Volta, welcher die Elektrizität erforschte, verbunden. Photovoltaik bedeutet also Stromerzeugung durch die Nutzung von Sonnenenergie.

Der Erfolg der Photovoltaik-Anlage hat stetig zugenommen, sodass ein durchschnittlicher Vier-Personen-Haushalt bis zu 50 % des jährigen Strombedarfs mit der eigenen Photovoltaik-Anlage decken kann. Die Installation einer Solaranlage wird durch die Kombination mit einem Stromspeicher noch effektiver. 

Wie funktioniert eine Photovoltaik-Anlage?

Photovoltaikanlagen bestehen aus einer Anzahl an Photovoltaik-Modulen, die wiederum aus Photozellen bzw. Solarzellen bestehen. In den Solarzellen wird das einfallende Sonnenlicht in Strom umgewandelt. Das Licht besteht aus Photonen, den Trägern der elektromagnetischen Strahlung. Das Photon, auch als Lichtquant oder Lichtteilchen bezeichnet, hat zwar keine Masse aber eine Energie. Diese Energie ist dafür verantwortlich, dass beim Auftreffen des Photons auf Halbleitern oder Metallen Elektronen aus den Strukturen herausgelöst und somit frei beweglich werden (photoelektrischer Effekt). Liegt ein äußeres Potential, eine Spannung an, kommt es zum Stromfluss.

Wie entsteht Strom aus Sonnenlicht?

Die Solarzelle ist ein elektronisches Bauteil, das aus verschiedenartig aufgebauten Halbleiterschichten besteht. Meist handelt es sich um hochreines Silizium, das gezielt mit anderen chemischen Elementen „verunreinigt“ wurde. Dabei wird eine Schicht mit einem Mangel an Elektronen und eine Schicht mit einem Überschuss an Elektronen geschaffen. Dort wo sich die beiden Schichten berühren, entsteht eine Grenzschicht, in die Elektronen einwandern, um den „Mangel“ auszugleichen. Mit den Elektronen wird die Ladung verschoben und es entsteht ein Plus- und ein Minuspol in der Zelle. Treffen Photonen auf die Grenzschicht werden die Elektronen aktiviert und sie wandern zum Pluspol. Wird zwischen den beiden Schichten der Stromkreis geschlossen, kann ein Strom fließen, Lichtenergie wird direkt in elektrische Energie umgewandelt.

Eine Solarzelle besteht aus dem Halbleitermaterial Silizium. Eine Eigenschaft von Halbleitern ist die verbesserte Leitfähigkeit bei Energiezufuhr. Bei Photovoltaik ist diese Energiezufuhr Licht. Trifft Sonnenlicht auf die Solarzelle werden Elektronen in der Zelle angeregt, bewegen sich, und wandern über ein Kabel. Eine Bewegung von Elektronen ist gleichbedeutend mit Strom. Der in der Zelle erzeugte Strom wird dann über Stromkabel weiter ins Haus transportiert.                                                                                            

Solarzelle – Solarmodule – Photovoltaik-Anlage

Durch die Verbindung mehrerer Solarmodule lässt sich die Leistung und damit die Menge an erzeugbarem Solarstrom entsprechend vergrößern. Man geht davon aus, dass Solarmodule mit einer Fläche von 6 Quadratmetern etwa 1 kWp erzeugen können (Faustformel). Die Sonneneinstrahlung liegt in Deutschland bei jährlich etwa 1.000 Kilowattstunden (kWh) pro Quadratmeter und ist im Sommer etwa 5-mal höher als im Winter. Wo die Einstrahlung am höchsten ist, erfahren Sie hier.

Photovoltaische Bauteile erzeugen grundsätzlich immer Gleichstrom, die meisten elektrischen Geräte im Haushalt laufen mit Wechselstrom. Die Umwandlung von Gleich- in Wechselstrom ist Aufgabe des Wechselrichters, der auch als Netzeinspeisegerät bezeichnet wird.  Neben den Solarmodulen und dem Wechselrichter gehören Unterkonstruktion, Verkabelung, Anschlusselektrik und Zähler für die Abrechnung zur Photovoltaikanlage. Erweitert werden kann die PV-Anlage zudem um ein Energiemanagementsystem, das den Verbrauch steuert, sowie um einen Stromspeicher.

Lohnt sich eine Photovoltaik-Anlage?

Ja! Von folgendem Vorteil können Sie durch die Anschaffung einer Solaranlage profitieren:

Kostenersparnis: Sie senken gezielt Ihre monatliche Stromkosten und sind nicht weiter abhängig von Strompreissteigerung der Energieversorger.

Welchen Beitrag leiste ich für unsere Umwelt mit einer Photovoltaik-Anlage?

Grüner Strom schont unsere Umwelt, da er klimaneutral und ohne CO2 produziert wird. Jeder Anlagenbesitzer leistet   (s)einen Teil zum Umweltschutz und trägt dazu bei die Klimaerwärmung einzudämmen. Je mehr Haushalte und / oder auch Firmen eine Solaranlage errichten umso weniger Fossile Brennstoffe werden benötigt um den stetig wachsenden Energiebedarf zu decken.Helfen auch Sie mit ein Teil unserer Umwelt zu schützen.

Wirtschaftlich:

Es gibt nicht viele Investitionen mit denen man der Umwelt einen Dienst erweist und gleichzeitig Gewinne erzielt. Unsere Solarstromanlagen bringen 20 Jahre und länger attraktive Erträge. Zukunftsorientiert und kalkulierbar

Natürlich:

Die Energiekosten haben sich in den letzten 10 Jahren verdoppelt! Wie hoch wird Ihre Stromrechnung in den kommenden Jahren sein? Unsere Sonne produziert in 20 Minuten so viel Energie, wie die gesamte Weltbevölkerung in einem Jahr verbraucht! Nutzen Sie diese unendliche Energiequelle und machen Sie sich unabhängig von Ihrem Energieversorger.

Aus welchen Einzelkomponenten besteht eine Photovoltaik-Anlage?

1. Solarmodule + Unterkonstruktion

2. Wechselrichter

3. Stromverteilung

4. Verbraucher

5. Stromspeicher

Warum benötige ich einen Stromspeicher?

Durch die Nutzung eines Stromspeichers können Sie Ihren Solarstrom auch dann nutzen, wenn die Sonne nicht scheint und minimieren dadurch den Strombezug aus dem öffentlichen Netz. Stromspeicher senken Ihre Stromkosten um bis zu 80 % und wirken sich positiv auf die gesamte Wirtschaftlichkeit der Anlage aus. 

Das EEG und staatliche Förderungen

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz regelt die Vergütung und Einspeisung erneuerbarer Energien in das öffentliche Stromnetz und ist am 29.März 2000 in Kraft getreten. Grundlegende Änderungen wurden 2004,2009, 2012 und 2014 vorgenommen. Ursprünglich wurde nur die Volleinspeisung ins Netz mit der Einspeisevergütung gefördert, von 2009-2012 allerdings auch der Eigenverbrauch.

Seit dem 01.08.2014 ist eine neue Regelung der Einspeisevergütung durch das EEG in Kraft getreten. Hierbei ändert sich die Förderung, welche je nach Anschlussjahr variiert. Die in dem ersten Einspeisungsmonat festgelegte Vergütung wird bis zum Ende des Jahres plus 20 Jahre vergütet.

Kurz gesagt: Nicht genutzter Strom wird automatisch ins Netz eingespeist und Sie erhalten für jede kWh bares Geld. 

www.bundesnetzagentur.de

Wie hoch sind die Kosten für eine Photovoltaik-Anlage?

Die Investitionshöhe einer Solaranlage ist abhängig von den individuellen Gegebenheiten. Wie viele Module werden installiert? Welches Speichersystem und weitere wichtige Bestandteile des Gesamtpakets spiegeln sich im Gesamtergebnis nieder. Hier muss beachtet werden, dass der Gesamtpreis in Relation zum Verbrauch des Haushaltes gesehen werden muss. Der Kauf einer großen Photovoltaikanlage ist mit höheren Kosten verbunden, bringt am Ende des Jahres aber auch mehr Leistung. Aus diesem Grund beraten wir jeden Interessenten individuell und erstellen eine Wirtschaftlichkeitsberechnung.